Der Kontext unserer Studie

Wir haben im Herbst 2014 im Rahmen eines breit angelegten SNF Projekts (d.h. unterstützt durch den Schweizerischen Nationalfonds) den ganzen Bachforellenbesatz für das Aaretal zwischen Thun und Bern experimentell produziert (blockweise voll-faktorielle in vitro Kreuzungen). Eine vom BKFV publizierte Zusammenfassung dieses Projekts finden Sie hier (PDF Dokument, ab Seite 9). Wir benutzen molekulargenetische Methoden um

  • Fische aus Probefängen und aus Anglerfängen dem Besatz oder der Naturverlaichung zuzuordnen,
  • anhand einer vollständigen Rekonstruktion der Familienstruktur innerhalb des Besatzmaterials den Erfolg verschiedener Besatzmethoden detailliert zu rekonstruieren, und
  • genetische Korrelationen zwischen der Toleranz von im Labor experimentell gestressten Embryonen und dem Wachstum und dem Überleben der jeweiligen Voll- und Halbgeschwister im natürlichen Habitat zu berechnen.

Für Letzteres wurden von jeder Familie 24 Embryonen im Labor unter experimentellen Bedingungen auf ihre Stressresistenz getestet. Nach Abschluss der Experimente wurden die scheinbehandelten Kontrollen zurück zum Fischerei­stützpunkt Reutigen (BE) gebracht und dort über ein Jahr lang aufgezogen, bevor sie als markierte Jährlinge ausgesetzt wurden.

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