{"id":6244,"date":"2025-12-10T11:51:12","date_gmt":"2025-12-10T10:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/?page_id=6244"},"modified":"2026-02-09T17:51:13","modified_gmt":"2026-02-09T16:51:13","slug":"harry-trevisani","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/de\/harry-trevisani\/","title":{"rendered":"Harry Trevisani"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><strong><strong><strong>\u201e<strong>Man muss ins kalte Wasser geworfen werden, um schwimmen zu lernen<\/strong>.<\/strong><\/strong><\/strong>\u201c<\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6406\" srcset=\"https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-540x540.jpg 540w, https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2-1080x1080.jpg 1080w, https:\/\/wp.unil.ch\/swiss100\/files\/2026\/01\/dsc07044_trevisani-2.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Alter auf dem Foto: 101 Jahre<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Harry Trevisani wurde 1922 in Z\u00fcrich geboren. Seine Kindheit verbringt er mit seinen Eltern in Mailand, wo er die Schweizer Schule besucht. Nach der obligatorischen Schulzeit schicken ihn die Eltern an die Kantonsschule Trogen (AR), damit er weiterhin vom schweizerischen Schulsystem profitieren kann. Dieser Schritt ist f\u00fcr Harry Trevisani nicht einfach \u2013 insbesondere w\u00e4hrend des ersten Jahres am Gymnasium plagt ihn das Heimweh, er f\u00fchlt sich einsam und traurig. Doch mit der Zeit lebt er sich ein und kann an der Schule Freundschaften kn\u00fcpfen, die lange bestehen bleiben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seiner Matura zieht Harry Trevisani zur\u00fcck nach Italien und beginnt an der Technischen Hochschule in Turin zu studieren. Dies findet jedoch bald ein abruptes Ende: Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Die regelm\u00e4ssigen Bombenangriffe auf Turin zwingen ihn, die N\u00e4chte in Luftschutzkellern oder bei Schweizer Freunden zu verbringen. Als er das Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude eines Morgens in Schutt und Asche vorfindet, entscheidet er sich, zur\u00fcck in die Schweiz zu gehen, wo er an der ETH Z\u00fcrich Maschinenbau studiert.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sein grosser Traum ist es, in der Aeronautik zu arbeiten. Deshalb wandert er sp\u00e4ter in die USA aus, wo er seine Ausbildung abschliesst. Mittlerweile ist der Krieg zu Ende, jedoch ist die wirtschaftliche Situation in den USA schwierig: Als frischgebackener Ingenieur gelingt es ihm nicht, eine Stelle zu finden. Auch der Versuch, mit Freunden eine Firma aufzubauen, scheitert.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Harry Trevisani kehrt in die Schweiz zur\u00fcck, wo er eine Stelle bei den Gebr\u00fcdern Sulzer in Winterthur antritt. Als deren Vertreter reist er in den folgenden Jahren um die ganze Welt. Er lebt in Indien, wo er seine Frau kennenlernt, aber auch in Pakistan, Spanien und Japan. In dieser Zeit wird er Vater von drei T\u00f6chtern, die in den Jahren 1955, 1957 und 1959 zur Welt kommen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter arbeitet Harry Trevisani bei einer Firma, die auf Ventile f\u00fcr \u00d6lleitungen und Messger\u00e4te f\u00fcr den Durchfluss von \u00d6l spezialisiert ist. Die letzte berufliche Etappe absolviert er, zuerst als Angestellter, sp\u00e4ter als Inhaber, bei einer Firma, die Tragfl\u00fcgelboote entwickelte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sein ganzes Leben lang bleibt Harry Trevisani aktiv und lernt immer wieder Neues: Er trainiert akrobatisches Fliegen, f\u00e4hrt verschiedene Boote und baut H\u00e4user. Auch mit \u00fcber 100 Jahren f\u00e4hrt er noch Auto und ist jeden Tag unterwegs. Er schmiedet weiterhin Pl\u00e4ne, benutzt weiterhin seinen Computer, um beispielsweise Emails zu schreiben, und will immer wieder aus dem Haus.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor drei Jahren verstarb seine Frau, sie kannten sich 70 Jahre. Seither lebt eine seiner T\u00f6chter bei ihm im Haus, im oberen Stockwerk, und f\u00fchrt dort ein Kosmetikstudio.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>100 Jahre alt zu werden ist nie sein Ziel gewesen, aber er ist dankbar, dass er dieses Alter in so guter Gesundheit erreicht hat. Schmunzelnd sagt er, manchmal f\u00fchle er sich auf unsinnige Weise j\u00fcnger als 100 \u2013 und wolle dann Dinge tun, die er eigentlich nicht mehr kann. Aber sein eigener \u00abGwunder\u00bb habe ihn st\u00e4ndig dazu gebracht, Unbekanntes zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMan muss ins kalte Wasser geworfen werden, um schwimmen zu lernen.\u201c Harry Trevisani wurde 1922 in Z\u00fcrich geboren. 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